Die Mietausfallversicherung / Vermieter / Mieter

Mietausfallversicherung und Mietfactoring

Die Mietausfallversicherung und das Mietfactoring sind beliebte Instrumente, um sich vor den Folgen von Mietausfall zu schützen. Sie sind sich generell sehr ähnlich, weisen aber dennoch Unterschiede auf, die im Fall der Fälle bedeutend sein können. Für welche Form der Absicherung man sich entscheidet, hängt von vielen persönlichen Faktoren ab. Es kann auch nicht pauschal gesagt werden, welche der beiden Möglichkeiten besser ist. Diese Entscheidung muss man für sich alleine treffen!

Bedenken sollte man folgende Punkte:
Die Mietausfallversicherung kostet 2-5 % der Jahreskaltmiete und leistet im Schadensfall bis zu 24 Monate. Dies hängt jedoch von dem Rahmenvertrag ab, den man abgeschlossen hat. Je nach Vertrag, gibt es auch Leistungsdauern von lediglich sechs oder aber zwölf Monaten. Vorab wird eine, für den Versicherungsnehmer, kostenpflichtige Bonitätsprüfung des Mieters durchgeführt, deren Ergebnis letztendlich entscheidet, wieviel der Vermieter an Gebühren zahlen muss. Hat der Mieter eine gute Bonität, wird es günstig. Hat er eine schlechte Bonität, wird es teuer. Wichtig ist es, vorab abzuklären, welche Schadensfälle beinhaltet sind. Dies sollten bitte alle sein, d.h. Schäden die durch Blitz, Sturm, Wasser oder Feuer entstehen, genauso wie Schäden die durch zahlungsunfähige oder zahlungsunwillige Mieter generiert werden. Weiterhin gilt es hier zu beachten, dass die Versicherungssumme erst ausgezahlt wird, wenn die Kaution des Mieters hinterlegt ist. Wenn man diese aber gar nicht vollständig erhalten hat, tritt hier das erste Problem auf. Zudem muss der Mieter vor Versicherungsleistung angemahnt und verklagt worden sein. Hat der Mieter einen Grund, um die Miete zu mindern oder nicht zu bezahlen, dann übernimmt die Versicherung keine Prozesskosten und der Vermieter muss diesen Teil der Ausgaben alleine bestreiten. Bei Vandalismus-Schäden verlangen die Versicherungen eine genaue Auflistung des Inventars. Liegt so eine Liste nicht vor, wird auch nicht gezahlt.

Das Mietfactoring ist ganz ähnlich aufgebaut, hat aber doch einige entscheidende Differenzen zur Mietausfallversicherung. Preislich liegt das Mietfactoring bei drei bis fünf % der Jahreswarmmiete. Das heißt für den Vermieter, dass auch die Nebenkosten abgedeckt sind, während das bei der Mietausfallversicherung nicht der Fall ist. Auch beim Mietfactoring wird eine Bonitätsprüfung des Mieters durchgeführt, die für den Vermieter kostenpflichtig ist. Dementsprechend fallen letztendlich die Gebühren aus. Im Gegenzug zur Mietausfallversicherung fallen jedoch noch weitere Kosten an. Für jede Wohnung für die die Forderungen abgetreten werden, fällt eine Einmalgebühr bei Abschluss an. Diese beträgt 245 Euro. Wer mehrere Wohneinheiten in den Vertrag aufnimmt, zahlt bereits bei Abschluss einen schönen Batzen Geld. Die Investition dieses Geldbetrages lohnt sich jedoch, falls es tatsächlich zu einem Mietausfall kommt. Denn in diesem Fall werden von der Mietfactory-Firma auch die Prozesskosten übernommen. Auch im Fall von Vandalismus übernimmt das Unternehmen die Kosten für die Renovierung und Entrümpelung.

Die Entscheidung für eine Mietausfallversicherung oder ein Mietfactoring ist, für Menschen die gerne abgesichert sein möchten, die richtige Wahl. Die Nachteile liegen klar auf der Hand. So wie alles im Leben, sind auch die Mietausfallversicherung und das Mietfactoring kostenpflichtig. Zuverlässigen Schutz gibt es nur, wenn man bereit ist, vorab zu investieren. Hat man sich jedoch abgesichert, kann man sich entspannt zurücklehnen und hat eine Sorge weniger.

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